Das Aufstellen des Maibaumes anno 2013

Ende April ist es in Liepe wieder so weit. Es finden sich ein paar Frauen zusammen, die eine Girlande aus Tannengrün wickeln. Dann auch noch drei Ringe dazu. Wie in jedem Jahr ist alles mit einer gehörigen Portion Zittern verbunden, weil erst auf dem letzten Drücker klar wird, ob genügend frisches Tannen- oder Kieferngrün beschafft werden kann. Schließlich soll die Girlande ja schön dick und grün aussehen und das möglichst bis zum 31. Mai. Aber es hat auch in diesem Jahr wieder geklappt und so wickelten Heidrun, Sabine und Sandra brav Girlande und Ringe, unterstützt von Fr. Stecklina, die sich dem Kleinschnippeln der Zweige widmete. Am Ende gab es auch wieder Plinse, leider nicht für Sabine, die früher los musste. Liebe Sabine, wir haben sie leider aufgegessen, deshalb konnten wir Dir keine mehr an Deine Tür hängen! 😦

In den folgenden Tagen werden nun die Ringe noch mit bunten Bändern geschmückt. Außerdem muss eine Aufhängevorrichtung für die Kränze (vorher Ringe) mittels Schnüren gebastelt werden. Die werden dann beim Aufstellen des Maibaumes am Stamm festgenagelt.

Es folgt die nächste Zitterpartie: Zum eigentlichen Aufstellen sind ein paar möglichst große und starke Männer nötig. Der Baum mit Girlande und Kränzen ist schwer. Er muss in ein Loch in der Erde hineinflutschen und dazu ziemlich gerade aufgerichtet werden. Aber der liebe Gott hat ein Einsehen mit den „Aufstellern“. Es findet sich nämlich außer ein paar Liepern noch jemand von der Nordseeküste ein – ein ehemaliger Lieper -, so dass der Maibaum aufgestellt werden kann. Dann gilt es ihn im Boden zu befestigen. In diesem Jahr gestaltet sich das als einigermaßen schwierig, weil er komisch gedreht war. So sind einige Versuche nötig, die Steine richtig ins Loch zu legen und danach die Keile zu befestigen. Während dieser Arbeiten müssen die Umstehenden immer schauen, ob der Maibaum denn auch gerade ausgerichtet ist. Dabei fällt auf, dass gar keine Birkenzweige oben neben der Fahne befestigt sind. Das ist glatt vergessen worden. 🙂 Schade. Kann aber wohl mal passieren. Runtergenommen haben wir ihn nicht mehr. 🙂

Endlich sind dann auch die Keile richtig gesetzt. Dann kann die Girlande in regelmäßigen Bahnen um den Stamm gewickelt werden. Mit Hilfe einer Leiter wird dafür gesorgt. Dann wird eine Milchkanne mit Birkenzweigen an den Baum gestellt. Wenn schon keine Zweige oben, dann wenigstens hier unten, wo man noch gut rankommt.

Und nun kann man singen „Der Mai ist gekommen“. Mit Waldmeisterbowle wird er begossen. Es gibt Schmalzstullen für die „Arbeiter“. Dankesworte für die Ehre. Und natürlich ein Gedenken an den treuen Detlef Ladewig, für den das Maibaumaufstellen immer ein besonderes Ereignis im Jahr war.

Hier noch ein paar Fotos:

Die Vorbereitungen sind getroffen.

Die Vorbereitungen sind getroffen.

Auch Girlande, Ringe und Fahne sind bereit zum Aufstellen.

Auch Girlande, Ringe und Fahne sind bereit zum Aufstellen.

Damit die Girlande eine möglichst regelmäßige "Umlaufbahn" bekommt, wird sie an einigen Stellen richtig am Baum befestigt.

Damit die Girlande eine möglichst regelmäßige „Umlaufbahn“ bekommt, wird sie an einigen Stellen richtig am Baum befestigt.

Und nun heißt es: "Hoch mit dem Baum!!"

Und nun heißt es: „Hoch mit dem Baum!!“

Einer muss Sorge tragen, dass der Baum in das dafür vorgesehene Loch "flutschen" kann, die anderen müssen ihn dazu ordentlich aufstellen. Keine leichte Angelegenheit.

Einer muss Sorge tragen, dass der Baum in das dafür vorgesehene Loch „flutschen“ kann, die anderen müssen ihn dazu ordentlich aufstellen. Keine leichte Angelegenheit.

Nun ist er zwar fast drin, aber damit ist es noch nicht getan.

Nun ist er zwar fast drin, aber damit ist es noch nicht getan.

Jetzt ist der Baum richtig drin, muss aber noch mit Hilfe von Steinen und Keilen im Boden festgemacht werden, so dass er nicht wieder umfällt. Außerdem muss er auch ausgerichtet werden, damit er gerade steht. Das dürfen dann wieder die Frauen und Kinder oder auch mal die "Zaungäste" übernehmen.

Jetzt ist der Baum richtig drin, muss aber noch mit Hilfe von Steinen und Keilen im Boden festgemacht werden, so dass er nicht wieder umfällt. Außerdem muss er auch ausgerichtet werden, damit er gerade steht. Das dürfen dann wieder die Frauen und Kinder oder auch mal die „Zaungäste“ übernehmen.

Der Baum steht noch nicht gerade. Oft sieht es fast so aus, als würde er sogar nochmal umfallen. Aber die Männer kriegen ihn immer gehalten. Allerdings ist nun auch aufgefallen, dass keiner einen Birkenzweig oben neben der Fahne montiert hat. So ein Pech.

Der Baum steht noch nicht gerade. Oft sieht es fast so aus, als würde er sogar nochmal umfallen. Aber die Männer kriegen ihn immer gehalten. Allerdings ist nun auch aufgefallen, dass keiner einen Birkenzweig oben neben der Fahne montiert hat. So ein Pech.

Ja, während alle unten mit Steinen und Keilen beschäftigt sind, hat dieser Herr als einziger den schweren Baum gehalten!!! :-)

Ja, während alle unten mit Steinen und Keilen beschäftigt sind, hat dieser Herr als einziger den schweren Baum gehalten!!! 🙂

Wir müssen da noch etwas verändern. Eigentlich müsste der ganze Stamm gedreht werden, damit er richtig ausgerichtet und befestigt werden kann.

Wir müssen da noch etwas verändern. Eigentlich müsste der ganze Stamm gedreht werden, damit er richtig ausgerichtet und befestigt werden kann.

Und nun steht er endlich. Die Girlande ist fein regelmäßig um den Baum herumgewickelt. Die Milchkanne für die Birkenzweige ist angestellt. Und alle freuen sich, dass sich auch in diesem Jahr wieder Aufstellwillige gefunden haben. Nun kann der Mai kommen. :-)

Und nun steht er endlich. Die Girlande ist fein regelmäßig um den Baum herumgewickelt. Die Milchkanne für die Birkenzweige ist angestellt. Und alle freuen sich, dass sich auch in diesem Jahr wieder Aufstellwillige gefunden haben. Nun kann der Mai kommen. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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