Kalenderspruch zum 1. Juni

There is nothing new under the sun, but there are lots of old things we don’t know.

Es gibt nichts Neues unter der Sonne, aber es gibt viel Altes, was wir nicht kennen.

 

Diesen Spruch prägte Ambrose Ginnett Bierce, ein amerikanischer Schriftsteller, der um die Wende 19./20. Jhd. lebte. Der Kalender schreibt weiter zu Bierce:

Skepsis gegenüber vermeintlichem Fortschritt, Skepsis gegenüber dem Leben – dies war die nüchtern-ironische bis zynische Haltung eines Schriftstellers, der als „Bitter Bierce“ mit seinen unbehaglichen Kurz- und Horrorgeschichten ein ganzes Genre prägte. Das Grauen, das der Freiwillige im Sezessionskrieg (1861-1865) auf Unionsseite gesehen hatte, verarbeitete er in seinen oft schockierenden Bürgerkriegsgeschichten.

Bierce verfasste während seiner Tätigkeit als Journalist und Zeitungskorrespondent zwischen 1881 und 1906 auch seine bekannten zynischen Kurzdefininitionen in Form von Lexikonartikeln, die später zu The Devil’s Dictionary (Des Teufels Wörterbuch) zusammengestellt wurden. 1912 ging er nach Mexico, um die Revolution Pancho Villas (1878-1923) aus nächster Nähe zu erleben. Von Ende 1913 datiert sein letzter Brief, höchstwahrscheinlich kam er Anfang 1914 in den Revolutionswirren ums Leben. Die bis heute ungeklärten Umstände seines Todes trugen zusätzlich zur Legendenbildung dieses Schriftstellers bei.

 

Soweit der Lexikonartikel. Während es also bei Bierce eher um Skepsis Neuem gegenüber geht, würde ich bei diesem Zitat eher an die Bewahrung von Tradition denken.

Was meinen/meint Sie/Ihr?

Ich wünsche allen eine gute Woche und hoffe, demnächst etwas mehr von Liepe einstellen zu können. 🙂

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  • Kommentare (1)
  1. … mein Lieblings-Bierce ist dieser zum Thema Behagen: „Gemütszustand, der durch Betrachtung der Unpäßlichkeiten eines Nachbarn bewirkt wird“.

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